Ein Blick in den Spiegel
Das Gesicht – der Spiegel der Seele.
Alles im Leben hat Konsequenzen – weder gibt es etwas umsonst, noch gibt es eine Abkürzung. Ein Pendel bewegt sich von links nach rechts, den Pendelausschlag bestimmen wir selbst. Wenn wir über Grenzen gehen, liegt ein Rückweg vor uns um wieder in eine Balance zu kommen. Leben ist Bewegung, Statik bedeutet Leb-los-igkeit, sprich Tod. Die Harmonie zwischen Vorstellung und körperlicher Gegebenheit geht oft diametral auseinander. Ein Kennzeichen unserer aktuellen Zeit ist der enorme Anstieg psychosomatischer und psychischer Erkrankungen in allen Altersklassen. Eine Ursache ist immer in der Vergangenheit zu finden, die ihren Ausdruck im Jetzt oder in der Zukunft zeigt. Nutzen wir die uns gegebene Zeit nur noch um sie „sinnvoll“ zu nutzen, weil „Nichts-tun“ negativ bewertet wird? Unsere Nebennieren sind darauf eingestellt unseren Organismus in Sekunden auf „Kampf und Flucht“ vorzubereiten, aber auch der diametrale Pendelausschlag muss gelebt werden. Mentale Erholung findet definitiv nicht mehr statt, weil wir dem Narrativ des „immer am Puls der Zeit informiert sein zu müssen“ folgen.
Die Konsequenz daraus? Der Körper versucht immer wieder in die Balance zu kommen, aber wir bringen das Pendel sofort wieder auf die Stressseite. Erholung wird zur Fehlanzeige in unserem Leben. Wenn wir uns erholen, müssen wir in der Erholung „etwas erleben“, anstatt „nichts zu tun“, dem Körper die Zeit zur Regeneration zu geben. Doch wer regeneriert hat plötzlich seinen Kopf wieder frei zum Nachdenken. Wer nachdenkt kann auch nachempfinden und wird nicht nur nachplappern. Wem es gelingt eine eigene Meinung zu bilden, wird den Käfig der „Meinungen“ verlassen und innerlich wieder frei sein.

Was sagt Dir Dein Herzschlag? Ist er ein Zeichen von Harmonie oder Disharmonie zwischen Ruhe und Anstrengung? Das ist es, was er widerspiegelt. Warum haben wir in dieser Zeit eine so große Zahl von Herzerkrankungen? Weil der Körper die Daueranstrengung nicht mehr puffern kann. Druck zeigt sich unter anderem in ständigen Blasenproblemen, denn die Blase ist das Widerspiegelungsorgan von „unter Druck stehen“ oder „nicht loslassen können“. Nur wie soll man jemanden, der nicht loslassen kann, zum loslassen bringen? Der Verstand kann nicht loslassen, aber das Empfinden kann es. Nur, kann ich noch etwas empfinden, oder bin ich schon zu abgestumpft, weil ich noch so viel erledigen MUSS. „Alles kein Problem“ denken wir und akzeptieren den Druck, leben im Druck und als Konsequenz daraus müssen wir die Gegenreaktion des Körpers akzeptieren. Doch was tun wir wirklich? Folgen wir der Intelligenz des Körpers oder erzeugen wir wieder Druck, dass er möglichst schnell wieder funktioniert? Ein „wie vorher“ gibt es nicht! Es gibt keinen „Reset-Button“ in der Natur, es gibt nur „Evolution“. Was ist die Konsequenz aus dem vorher beschriebenen? Entwickeln wir also ein neues Muster, sonst zerbricht uns das alte Muster.
„Wer nicht hören will, muss fühlen!“ – wer von uns kennt diesen Satz nicht. Also frage Dich in diesem Sinne, was Dein Körper braucht um sich auszubalancieren und wieder „heil“ zu werden. Die Antwort und die Lösung liegt in Dir und dazu musst DU in den Spiegel blicken. Siehst Du ein klares Bild, oder ist der Spiegel zersplittert, verzerrt oder stumpf geworden?

